Non suizid Vertrag psychotherapie

Sonneck (2001) weist darauf hin, den Fokus nicht darauf zu legen, wie man einen Menschen davon abhalten kann, sich zu suizidieren, sondern das Augenmerk darauf zu legen, wie sich die Lebensumstände ändern müssen, um das Leben (wieder) als lebenswert zu empfinden. Damit wird der Blick in die Zukunft gelegt, Veränderungen, die getroffen werden müssen, können sichtbar werden und Ressourcen erschlossen werden. Drew, B. L. (2001). Self-harm behavior and no-suicide contracting in psychiatric inpatient settings. Archives of Psychiatric Nursing, 15(3), 99–106. 2017 wurde eine randomisierte klinische Vergleichsstudie von Bryan et al. (2017) durchgeführt. Ziel der Studie war ein Vergleich der Effektivität von Krisenreaktionsplänen (= KRP) und NSV bei Suizidgedanken oder suizidalem Verhalten. Die Studie wurde mit 97 aktiven Soldat_innen der amerikanischen Armee durchgeführt, die einen Notfalltermin auf Grund von krisenhaftem Verhalten gehabt haben. Mit 32 Personen wurde ein NSV, mit 32 Personen ein KRP und mit 33 Personen ein erweiterter KRP abgeschlossen.

Die Herausforderung für Behandler_innen in der Arbeit mit suizidalen Patient_innen liegt darin, den therapeutisch wirksamsten Weg zu gehen, der gleichzeitig so wenig restriktiv wie möglich sein soll. Ist eine suizidale Einengung bereits gegeben, sind der Aufbau, die Pflege und ein Erreichen von Stabilität und Sicherheit in der psychotherapeutischen Beziehung von großer Bedeutung (Bronisch 2014, 2017). Sonneck et al. (2016) halten fest, dass nur die Beziehung zwischen Psychotherapeut_innen und Patient_innen eine Einengung zu lockern vermag. Sie kann als stellvertretende Hoffnung für die Patient_innen gesehen werden, die für diese von großer Bedeutung ist. Von Wichtigkeit ist aber auch die Festigung bzw. der Rückhalt des sozialen Systems, damit auch dieses zu einem Hoffnungsträger werden kann und das Bezugs‑/Entlastungssystem nicht nur innerhalb professioneller Versorgung liegt. Specify in your contract the minimum notice period required for cancelling, changing or postponing an appointment. Usually 48 hours seems reasonable but that may depend on your practice.

Reid, W. H. (1998). Promises, promises: Don’t rely on patients’ nosuicide/no-violence ‘contracts’. Journal of Practice Psychiatry and Behavioral Health, 4, 316–318. The treatment of suicidal patients bears a component that is not subject to every psychotherapy: the threat of the patient’s life. Accompanied by fear of the practitioner for the patient or legal consequences. Due to this, non-suicide-contracts (NSC) are often used. The intention of such an intervention can be seen in the maintenance of the therapeutic process and in the protection of life and limb of the patient.

The initial usage of NSC as well as it’s prevalence are shown. Furthermore, selected studies are presented, factors are mapped out (main effect, side effect, change effect and damage) and implications for the practice of therapists are given. Those are based on alternative interventions to NSC. The discussion of selected studies shows that the use of a NSC must be viewed critically, as it’s use is often unconsidered. Moreover NSC can be beneficial as well as harmful to suicidal patients. An Klonsky (2019) und Franklin et al. (2017) angelehnt, muss an dieser Stelle wiederholt darauf hingewiesen werden, dass die Voraussage für suizidale Handlungen schwer einschätzbar ist und auch diese genannten Implikationen für die Praxis nicht als Versicherung gesehen werden dürfen. Eher können sie für Zeitgewinn und den Fortgang der Therapie stehen und damit einhergehend den Aufbau bzw.

die Intensivierung einer tragfähigen therapeutischen Beziehung fördern. In Phasen geringer suizidaler Einengung bzw. bei Wohlergehen sollen Menschen/Interessen/Faktoren gesammelt werden, für die es sich zu leben lohnt bzw. mit denen/durch die Patient_innen schon schöne Erlebnisse oder einen angenehmen Zustand erlebt haben.